“Tag der Erinnerung” in Sant’Ambrogio sul Garigliano am 02.12.2011
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(© Deutsche Botschaft Rom)
Der Luftwaffen- und Marineattaché, Oberstleutnant i.G. Carsten Schneider, hat am 02.12.2011 als offizieller Vertreter bei der Gedenkveranstaltung “Giornata della Memoria” in Sant'Ambrogio sul Garigliano (Provinz Frosinone) eine Rede gehalten.
An diesem Tag wird dort jedes Jahr seit 2001 an die Opfer der Bombardierung von 1943 und an eine Geste der Menschlichkeit erinnert, die dort in Stellung liegende deutsche Soldaten an jenem 02. Dezember gezeigt haben. Zudem wird allgemein der Opfer des Krieges gemahnt.
In seiner Rede betonte Oberstleutnant i.G. Schneider die Notwendigkeit, sich permanent für Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie einzusetzen, um diese zu erhalten. Deutschland habe aus der Geschichte gelernt und verteidige nicht nur mit seinen Streitkräften diese Werte.
Er lobte die Bürger von Sant'Ambrogio sul Garigliano zudem für ihr Bemühen, den folgenden Generationen das Geschehene stets vor Augen zu halten.
Zur Geschichte:
Am 2. Dezember 1943 um 8 Uhr morgens wurde Sant’Ambrogio durch einen Bombenangriff der Alliierten nahezu völlig zerstört. Das Dorf war ein strategisch günstig gelegener deutscher Brückenkopf über den Garigliano in der sogenannten Gustavlinie und von daher von deutschen Truppen besetzt.
Nach Zeugenaussagen hatten etwa 20 deutsche Soldaten nach dem Angriff ihre Waffen beiseitegelegt und den Einheimischen bei der Bergung der verschütteten Dorfbewohner geholfen. Es war jedoch alles vergebens. 40 Zivilisten starben in den Trümmern.
Für diese Opfer wurde der Stadt Sant’Ambrogio 1999 die Silbermedaille für zivile Verdienste verliehen.