Westerwelle trifft neuen Außenminister Italiens
Bild vergrößern
Außenminister Westerwelle ist in Rom am 20. November mit seinem neuen italienischen Amtskollegen Giulio Terzi di Sant'Agata zusammengetroffen. Beide besprachen eine Reihe europäischer Schlüsselthemen sowie internationale Entwicklungen.
Außenminister Westerwelle besuchte Giulio Terzi ganz bewußt nur wenige Tage nach dessen Amtsantritt in Rom. Er drückte seine Zuversicht aus, dass die neue italienische Regierung es schaffen werde, die angekündigten Reformen umzusetzen, die Italiens Finanzsituation stabilisieren und das Wirtschaftswachstum wieder ankurbeln sollen.
Internationale Entwicklungen
Westerwelle und Terzi diskutierten
Bild vergrößern
(© Auswärtiges Amt)
ebenfalls die Entwicklungen in den Ländern des "Arabischen Frühlings". beide zeigten sich besorgt über die Unruhen der vergangenen Tage in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften waren mehrere Menschen zu Tode und hunderte verletzt worden. Die Außenminister riefen alle Beteiligten auf, von jeglicher Gewaltanwendung abzusehen.
Mit Blick auf Libyen und die Verhaftung vom Sohn des ehemaligen Machthabers Muammar Gaddafi, Saif al Islam, riefen sie die libyschen Behörden auf, einen fairen Prozess im Einklang mit internationalen Standards zu garantieren.
Westerwelle und Terzi widmeten sich auch der Situation in Afghanistan im Lichte der anstehenden Internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn am 5. Dezember. Deutschland und Italien gehören zu den größten Truppenstellern in Afghanistan. Beide hoben die Bedeutung der innerafghanischen Aussöhnung und des regionalen Dialogs hervor, um die Grundlage für nachhaltige Stabilität zu legen.